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In 5 Schritten zur selbstgemachten Pizza (laktosefreies Rezept)
#1
Teil 1 - laktosefreier Teig

Ausreichend für 2 Personen oder 1 Person mit großem Appetit

Wir brauchen:
230 ml lauwarmes Wasser
460 g Mehl
20 g Hefe bzw. 1 Tütchen Trockenhefe
10 g Salz
4 Eßlöffel Öl (Olivenöl, zur Not geht aber auch billiges Rapsöl)
1 Prise Zucker (nicht zu sparsam sein)


Zuerst das handwarme Wasser in eine nicht zu große Schüssel gegeben und gleich die Hefe hinterher. Lauwarm deshalb, damit die Hefekultur optimal funktioniert. Anschließend Zucker, Salz und Öl beigeben. Nach ein paar Minuten ist dann der Hefeklumpen aufgelöst. Am besten einmal kurz umrühren, damit sich alles gut verteilt.

Jetzt das Mehl dazu und einen glatten Teig kneten. Er darf nicht kleben - gegebenfalls in ganz kleinen Mengen schrittweise Mehl zufügen! Wird der Teig zu mürbe/zu trocken: Hände unterm Wasserhahn anfeuchten - dass reicht meistens schon aus. Die Konsistenz sollte gummiartig sein.

Den fertigen Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken (KEINE Folie oder ähnliches) und an einem warmen Ort eine halbe bis ganze Stunde gehen lassen. Die Hefekulturen beginnen jetzt mit ihrer Arbeit und der Teig wird sein Volumen mindestens verdoppeln.
BTW, ich hab den Teig auch schonmal 5 Stunden gehen lassen. So genau muß man die Zeit nicht nehmen.

Anschließend den Teig noch einmal kurz durchkneten und abgedeckt im Kühlschrank für einen halben Tag ruhen lassen. Man kann den Teig auch länger ruhen lassen oder ihn gleich verarbeiten. Sofort verarbeiten würde ich den aber nur, wenn echt Not am Mann ist.

Tipp 1: man kann auch verschiedene Mehlsorten mischen, z.B. ein Drittel Vollkornmehl (150 g), gibt dem Teig eine leicht rustikale Note.
Variante 2: 120 g Weizenmehl, Rest Dinkelmehl

Tipp 2: den Teig 1 oder 2 Tage im Kühlschrank ruhen lassen, verbessert nochmals den Geschmack. Nicht vergessen das Küchentuch nachzufeuchten, sonst bekommt der Teig eine trockene Oberfläche, die man kaum noch vernünftig weiterverarbeiten kann.


Teil 2 - die Soße

Wir brauchen:
400 ml passierte Tomaten
Salz & Pfeffer
weitere Gewürze nach Wahl
3 EL Olivenöl
Kochtopf

Alles zusammenmixen, abschmecken und darauf achten, das es nicht übermäßig geschmacksintensiv wird. Kurz erhitzen, jedoch nicht kochen.
* Chilli und ähnliche Sachen gehören zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht rein, die Schärfe würde total verwässert (siehe Punkt 5).


Teil 3 - der Pizzabelag

Jetzt muss der Teig irgendwie in Form gebracht werden. Wenn der Teig zäh genug geworden ist, kann man es gerne mit der italienischen Methode des breitziehens probieren. Als Alternative bleibt nur das, an dieser Stelle verpöhnte, Nudelholz.
Der Vorteil des Nudelholzes liegt darin, dass man es eventuell anwesenden Kritikern direkt... nee, lassen wir dass.

Haben wir also den Teig irgendwie dünn in Form gebracht und aufs Backrost (NICHT das Blech!) verfrachtet (Backpapier vorher drunter), kommt als nächstes die Soße aus Teil 2 drauf. Bitte nur ganz ganz dünn auftragen, der Teig sollte noch durchschimmern.

Jetzt scheiden sich wieder die Geister:
ital. Methode: Käse drüberstreuen, anschließend weiterer Belag
typisch deutsch: Belag drauf, dann Käse streuen

Kompromisslösung: 2/3 vom Streukäse kommt bei mir als italienische Methode daher, dann der Belag und das restliche Drittel Streukäse als Blickfang obendrauf.

* Wird Thunfisch als Belag gewünscht, diesen bitte vorher über der Spüle kräftig mit der Hand auspressen, sonst wird der Teigboden matschig und backt nicht durch.


Teil 4 - der Backofen

Backofen auf 220 Grad vorheizen.
Pizza rein und mit Ober- und Unterhitze ca. 15 Minuten backen.
Im nächsten Schritt nochmal 5 Minuten mit nur Unterhitze, damit der Boden wirklich durchbackt. Wer trotz der Warnung in Teil 3 den Pizzateig auf ein Backblech getan hat, kann an dieser Stelle eine Überraschung erleben - "kann", nicht "wird".


Teil 5 - Nacharbeit

Im nunmehr letzten Schritt können, sofern gewünscht, Chillipulver, Tabasco und weitere Gewürze draufgebracht werden. Jetzt nur noch ein brauchbares Pizzamesser mit Rollklinge zur Hand nehmen und hoffen, dass die eigene Kreation tatsächlich essbar ist :D
Eines der nützlichsten Tiere ist das Schwein. Von ihm kann man alles verwenden, das Fleisch von vorn bis hinten, die Haut für Leder, die Borsten für Bürsten und den Namen als Schimpfwort.  ;)
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